St. Severin, Katholische Pfarrkirche in Eilendorf, Deutschland.
St. Severin ist eine neuromanische Basilika aus grob behauenem graubraunem Werkstein, 1864 nach Plänen von Heinrich Wiethase und August Essenwein errichtet. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss mit drei Schiffen, eine polygonale Apsis und einen Vierungs-Dachreiter; der viergeschossige Westturm nach Entwurf von Heinrich van Kann, 1908 vollendet, trägt eine Uhr, Ecktürmchen und eine achteckige Spitze mit goldenem Wetterhahn.
Die dem heiligen Severin von Köln geweihte Pfarrei wurde 1293 von der Reichsabtei Kornelimünster gegründet und blieb ihr bis zur Säkularisation 1804 inkorporiert. Die heutige Kirche ersetzte 1864 einen Vorgängerbau nach Plänen von Heinrich Wiethase und August Essenwein; der Turm nach Entwurf von Heinrich van Kann war erst 1908 vollendet. Nach einem Bombentreffer am 14. Juli 1943 wurde sie bis 1953 wiederhergestellt und 1988 in die Denkmalliste der Stadt Aachen aufgenommen.
Die dem heiligen Severin von Köln geweihte Pfarrei wurde 1293 von der Reichsabtei Kornelimünster gegründet und blieb ihr bis zur Säkularisation 1804 inkorporiert. In der Kirche liegen Grabstätten der ansässigen Adelsfamilien; eine Aufzeichnung des Küsters Huberti Heimich von 1772 nennt 82 Gräber, von 16 im Chor bis zu einem unter den Bänken Richtung Kornelimünster.
St. Severin liegt in Eilendorf, östlich der Aachener Innenstadt, mit dem seit etwa 1870 belegten Friedhof ringsum. Der Haupteingang befindet sich am Fuß des viergeschossigen Westturms, hinter einer niedrigen Mauer mit Pfeilern und einem Metalltor. Das Innere wurde von 1974 bis 1980 nach Plänen des Architekten Kaldenbach umgestaltet, sodass die heutige Raumordnung nicht der von 1864 entspricht.
Die vier Glocken im Hauptturm, 1904 und 1926 von Petit & Gebr. Edelbrock gegossen, haben die Schlagtöne c', es', f' und g'; zusammen läuten sie die Motive der Lieder „O Heiland, reiß die Himmel auf“ oder „Dank sei dir Vater“. Im Dachreiter hängt eine fünfte Glocke derselben Gießerei.
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