Forster Linde, Naturdenkmal in Aachen-Mitte, Deutschland.
Die Forster Linde ist eine große Linde in Aachen-Mitte mit einem Stammumfang von etwa 9,5 Metern und fünf unterschiedlichen Ästen, die vom Hauptstamm ausgehen. Der Baum zeigt ein besonderes Wachstumsmuster, das durch die Aufteilung des ursprünglichen Stammes entstanden ist.
Im Jahr 1852 besuchte Fürst Hermann von Pückler-Muskau den Baum und schätzte sein Alter auf mehr als 800 Jahre, genau lässt es sich jedoch nicht bestimmen. Die fünf Stämmlinge am Stammfuß sind etwa 300 Jahre alt; sie entstanden, nachdem der ursprüngliche Hauptstamm im Kronenzentrum ausgebrochen war. In den Nachkriegsjahren wurde dort eine Betonplombe eingebracht, um die Hohlräume zu füllen.
Die Forster Linde ist eine Winterlinde. Ihre Lage neben einem restaurierten Schöffenhaus und die nahe Flurbezeichnung Galgenplai legen nahe, dass sie eine Gerichtslinde war, unter der Urteile gesprochen wurden. Eine stilisierte Linde findet sich im überlieferten Wappen eines Forster Schützen des 18. Jahrhunderts, der im Gerichtshaus an der Linde wohnte.
Die Forster Linde steht im Aachener Stadtteil Forst, umgeben von einem Kindergarten, einer Kirche und einem restaurierten Schöffenhaus. Zäune umgeben den Baum, und Seile verbinden die Kopftriebe zur Stabilisierung. Die Städtische Katholische Grundschule Forster Linde liegt in unmittelbarer Nähe.
Eine stilisierte Linde findet sich im überlieferten Wappen eines Forster Schützen des 18. Jahrhunderts, der im Gerichtshaus an der Linde wohnte. Die nahe alte Gemarkungsbezeichnung Galgenplai stützt die Vermutung, dass die Linde einst eine Gerichtslinde war.
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