Burtscheider Viadukt, Eisenbahnbrücke in Aachen, Deutschland
Das Burtscheider Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke aus Backstein in Aachen, die das Wurmtal auf der Strecke zwischen Aachen Hauptbahnhof und Rothe Erde überspannt. Nach Plänen der Ingenieure A.E. Pickel und F. Wittfeld 1838–1840 erbaut, war es ursprünglich 277 Meter lang und bis zu 16 Meter hoch. Am östlichen Widerlager folgen drei Bögen von 2,7 Metern Stützweite, dann acht große Bögen von 12,2 Metern, ein Mittelpfeiler mit vier Bögen in zwei Reihen und elf Bögen von 6 Metern.
Das Viadukt wurde zwischen 1838 und 1840 von der Rheinischen Eisenbahn gebaut und gehörte damit zu den ersten großen Eisenbahnviadukten Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil beschädigt und anschließend wiederaufgebaut, wobei der ursprüngliche Charakter des Bauwerks weitgehend erhalten blieb.
Das Viadukt überspannt das Wurmtal, das von Kalter Bach und Warmer Bach gebildet wird. Am westlichen Widerlager lag einst die Überführung über die Kurbrunnenstraße, bis ein SS-Kommando diesen Bogen am 16. Oktober 1944 sprengte; nach dem Krieg ersetzte eine Stahlbrücke ihn, wodurch sich die Länge des gemauerten Viadukts auf 251 Meter verringerte.
Die Bögen lassen sich am besten von unten oder von der Seite aus betrachten, wo die Ziegelkonstruktion in voller Höhe sichtbar wird. Das Viadukt ist das ganze Jahr über zugänglich und liegt nur wenige Gehminuten vom Aachener Stadtzentrum entfernt.
An einigen Stellen des Viadukts sind die Unterschiede zwischen dem originalen Ziegelmauerwerk und den nach dem Krieg eingefügten Metallteilen noch heute sichtbar. Diese Übergänge machen die Geschichte des Bauwerks für jeden Besucher direkt ablesbar.
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