Haus Grenzwacht, Geschäftsgebäude unter Denkmalschutz im Bahnhofsviertel, Aachen, Deutschland
Das Haus Grenzwacht ist ein Geschäftsgebäude aus den 1920er Jahren im Bahnhofsviertel von Aachen, Deutschland, mit einem beeindruckenden 12-stöckigen Turm an der Westseite. Das Hauptgebäude erstreckt sich mit sieben Stockwerken und ist etwa 48 Meter lang, während der gesamte Komplex eine Hohe von rund 40 Metern erreicht.
Ab 1923 plante die Stadt ein Verwaltungsgebäude, zunächst für die belgischen Besatzungstruppen. Nachdem das Reich die Finanzierung absagte, kaufte Rudolf Lochner das Grundstück; Emil Fahrenkamp überarbeitete die Pläne Theodor Veils. Mitte 1925 begann der Bau, noch im selben Jahr stand das Stahlskelett, dann brach die Finanzierung ab: Der Rohbau lag fast zwei Jahre still und galt als Deutschlands bekannteste Investitionsruine. Im Oktober 1927 übernahm Hochtief die Fortsetzung.
Der Name Grenzwacht verweist auf die Lage der Stadt nahe der belgischen und niederländischen Grenze; die Bushaltestelle vor dem Gebäude wird auch von einer Arriva-Linie nach Maastricht bedient. Die Adressen lauten Römerstraße 10 und Hackländerstraße 1, auf dem Dach steht die Aachener Wettersäule.
Das Erdgeschoss beherbergt Bürgerdienste, die von Besuchern zugänglich sind, während der Zugang zu anderen Bereichen begrenzt sein kann. Beachten Sie, dass sich im Innern einer der letzten Paternoster-Fahrstühle Deutschlands befindet, dessen Betrieb jedoch der Verwaltung vorbehalten ist.
Das Stahlskelett des Turms wurde 1925 von der Duisburger Firma Harkort mit Nieten errichtet; die Stützen wurden am Fuß nicht verankert. Die Konstruktion ist 36fach statisch unbestimmt und durch Wahl der Unbekannten auf ein 12fach unbestimmtes System zurückgeführt. Das Haus zählt zu den ersten Hochhäusern Deutschlands in Stahlskelettbauweise.
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