Villa Cassalette, Renaissance-Wohngebäude in Aachen, Deutschland.
Villa Cassalette ist ein dreigeschossiges Palazzo-ähnliches Wohnhaus in Aachen, das sich durch eine reich verzierte Fassade mit ionischen Doppelsäulen im ersten Geschoss und korinthischen Säulen im zweiten Geschoss auszeichnet. Das Gebäude beherbergt heute das Suermondt-Ludwig-Museum und bietet Besuchern Ausstellungsräume, die während umfassender Renovierungen zwischen 1992 und 1994 modernisiert wurden.
Das Gebäude wurde zwischen 1884 und 1888 von Architekt Eduard Linse für den Fabrikanten Eduard Cassalette erbaut und zeigt die architektonischen Vorlieben der oberen Gesellschaftsschicht des 19. Jahrhunderts. Nach seiner Entstehung entwickelte sich die Villa zu einem bedeutenden Kulturdenkmal und wurde später als Museumsgebäude zweckentfremdet, um Kunstsammlungen zu beherbergen.
Der Name des Hauses erinnert an seinen ursprünglichen Besitzer und Auftraggeber Eduard Cassalette. Wenn man heute die Räume durchgeht, sieht man überall fein gestaltete Stuck-Kassettendecken und Wandbilder mit mythologischen Szenen, die den Geschmack der Bewohner aus jener Zeit widerspiegeln.
Der Zugang erfolgt über die Hauptfassade, und Besucher sollten mit bequemen Schuhen kommen, da das Erkunden der mehrgeschossigen Räume Treppensteigen erfordert. Die beste Zeit für einen Besuch sind die regulären Öffnungszeiten des Museums, wenn die Beleuchtung in den Ausstellungsbereichen optimal eingestellt ist.
Die Bibliothek im Inneren bewahrt noch immer originalgetreue Wandmalereien mit Abbildungen von Pflanzen, Tieren und offenen Himmelszenen, die die handwerkliche Sorgfalt vergangener Zeiten zeigen. Diese dekorativen Details aus der Entstehungszeit des Hauses sind selten unverfälscht erhalten geblieben.
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