Altes Kurhaus Aachen, Ballhaus und ehemaliges Kurgebäude in Aachen-Mitte, Aachen, Deutschland
Das Alte Kurhaus ist ein dreigeschossiger, siebenachsiger Bau an der Komphausbadstraße, 1782 bis 1786 nach Entwurf Jakob Couvens errichtet. Die rote Backsteinfassade mit grauen Steinrahmungen zeigt links eine gerundete Pilaster, hohe Bogenfenster mit einem Balkon aus weißem schmiedeeisernem Gitter und einen geschweiften Steingiebel mit Rundfenster und Figurenschmuck. Im Inneren erstreckt sich der 24 × 11 m große Ballsaal über das erste und zweite Obergeschoss, bietet bis zu 340 Personen Platz und liegt unter einer weißen Stuckdecke mit vier goldenen Kronleuchtern und drei Bogenfenstern hinter dunkelgrauen Vorhängen.
Jakob Couven entwarf die Neue Redoute; der Stadtrat genehmigte den Entwurf am 30. August 1782, die Grundsteinlegung erfolgte am 13. September 1782, und 1786 war der Bau vollendet. Er ersetzte ein zweigeschossiges Galeriegebäude, in dem die Stadtbuchdruckerei untergebracht war. Ein Brand nach dem Bombenangriff vom 14. Juli 1943 ließ nur die Umfassungsmauern stehen; Hans Königs leitete den Teilwiederaufbau von 1965 bis 1969, wobei der Gartenflügel mit dem Konzertsaal einer neuen Straße weichen musste.
Der Name Redoute stammt vom französischen Wort für Ballsaal und verweist auf Bälle, Konzerte und Empfänge; 1785 erhielt der Hotelier Richard Reumont eine Konzession für ein Casino. Der 24 × 11 Meter große, über zwei Obergeschosse reichende Ballsaal bietet bis zu 340 Personen Platz und ist mit praeklassizistischem Stuck ausgestattet; zwischen den Geschossen der Rücklage zeigen Reliefs Musikinstrumente.
Das Gebäude steht in der Komphausbadstraße 19 in der Fußgängerzone von Aachen-Mitte, wenige Minuten zu Fuß vom Dom und vom Elisenbrunnen entfernt. Der erhaltene Couven-Flügel mit dem Ballsaal liegt zur Straßenseite; an den für eine neue Straßenführung abgerissenen Gartenflügel erinnert heute die Klangbrücke. Der Ballsaal bietet bis zu 340 Personen Platz.
Die Klangbrücke verläuft über den früheren Grundriss des Gartenflügels und markiert so den Standort des großen Konzertsaals, der in den 1960er Jahren einer neuen Straßenführung weichen musste. Die heutige Stuckausstattung des Ballsaals ist eine Nachbildung der 1960er Jahre; das Original verbrannte am 14. Juli 1943.
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