Rote Burg, Historisches Wohnhaus in Aachen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Rote Burg am Büchel 14 in Aachen ist ein zweigeschossiges Haus mit traufständigem Satteldach. Die fünf Fensterachsen stehen sehr eng, nur durch Blausteinumrahmungen getrennt, und die Fenster des Erdgeschosses reichen bis zum Boden. Die heutige Fassade geht auf den Wiederaufbau von 1671/72 zurück; seit 2018 beherbergt das Gebäude das Büchel-Museum.
Der ursprüngliche Bau aus der Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte der Familie Segraedt, die im 15. und 16. Jahrhundert mehrfach einen Bürgermeister der Reichsstadt Aachen stellte. Zunächst hieß das Haus Rosenburg, seit dem 17. Jahrhundert ist der Name Rote Burg bezeugt. Der Stadtbrand von 1656 zerstörte das Fachwerkhaus vollständig, nur der gemauerte Gewölbekeller blieb erhalten. 1671/72 ließ der Kupfermeister und Ratsherr Folquin Fibus es als zweigeschossiges Gebäude mit niedrigem Zwischengeschoss wieder aufbauen; auf diesen Wiederaufbau geht die heutige Fassade im Wesentlichen zurück.
Der Name Rosenburg, bezeugt bevor sich im 17. Jahrhundert Rote Burg durchsetzte, erinnert an die Familie Segraedt, Aachener Schöffen, die das Haus besaßen und mehrfach den Bürgermeister der Reichsstadt stellten. Ab Mitte der 1960er Jahre beherbergte das Erdgeschoss die Studentengaststätte „Alte Burschenherrlichkeit“, deren Speisekartenbilder auf studentische Korporationen verwiesen, danach Charlys Leierkasten. Seit 2018 dient das Gebäude als Büchel-Museum, eröffnet mit rund 200 Werken von Emil Orlik.
Das Gebäude steht am Büchel 14; die Eingangstüre sitzt in der zweiten Achse von rechts und ist über eine Stufe erreichbar, der Keller hat in der rechten Achse einen eigenen Eingang. Seit 2018 dienen Erdgeschoss und Keller als Büchel-Museum, eröffnet mit etwa 200 Werken von Emil Orlik; die frühere Küche wurde zum Ausstellungsraum. Die fünf Fensterachsen stehen sehr eng, getrennt nur durch die Umrahmungen aus Blaustein.
Seit 2018 beherbergt das Gebäude das Büchel-Museum, eröffnet mit einer Ausstellung von etwa 200 Werken des böhmischen Malers und Grafikers Emil Orlik. Die frühere Küche wurde zum Ausstellungsraum umgebaut, weitere bauliche Veränderungen waren nicht nötig. Das Museum zeigt Grafik und Kunst des 19. Jahrhunderts bis in die Moderne.
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