Karlsschrein, Mittelalterlicher Reliquienschrein im Aachener Dom, Deutschland
Der Karlsschrein ist ein mittelalterliches Reliquiar in der Aachener Kathedrale und besteht aus vergoldetem Silber und Kupferdekorationen. Das Objekt misst etwa 2 Meter in der Länge und etwa 1 Meter in der Höhe, mit einer prägnanten rechteckigen Form, die von kunstvollem Metallhandwerk geprägt ist.
Kaiser Friedrich II. ließ dieses Reliquiar 1215 errichten, um die Überreste Karls des Großen zu beherbergen, die zuvor unter dem Kathedralenboden aufbewahrt worden waren. Diese Entscheidung machte den Schrein zu einem der wichtigsten sakralen Objekte des Heiligen Römischen Reiches.
Der Schrein zeigt auf seinen langen Seiten acht Nischen mit Darstellungen von Königen und Kaisern, die die Kontinuität der kaiserlichen Macht symbolisieren. Diese figürlichen Darstellungen spiegeln die Bedeutung wider, die die Stadt Aachen als Krönungsort für deutsche Herrscher hatte.
Der Schrein ist während der regulären Öffnungszeiten der Kathedrale zugänglich und wird als ständige Ausstellung präsentiert. Man kann ihn von mehreren Perspektiven betrachten, um die feinen Details der Metallarbeiten und Dekorationen besser zu erkennen.
Eine anthropologische Untersuchung der Überreste im Jahr 1874 deutete darauf hin, dass Karl der Große sehr groß war. Diese wissenschaftliche Analyse ermöglichte es den Forschern, mehr über die physischen Merkmale dieser historischen Figur zu erfahren.
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