Grashaus, Gotisches Stadtgebäude in Aachen, Deutschland
Das Grashaus ist ein gotisches Stadtgebäude in der Aachener Altstadt mit einer mittelalterlichen Kalksteinfassade, die sieben Blendarkaden und Skulpturen an der Oberseite der Wand zeigt. Das Gebäude hat im Laufe der Jahrhunderte als Rathaus, Gericht und Gefängnis gedient.
Das Grashaus wurde im 13. Jahrhundert als erstes Rathaus Aachens errichtet und diente der städtischen Verwaltung, bevor im 14. Jahrhundert ein neues Rathaus gebaut wurde. Danach übernahm es über mehrere Jahrhunderte Funktionen als Gericht und Gefängnis.
Das Grashaus ist heute Teil der Route Charlemagne und beherbergt die Station Europa, wo Ausstellungen zur Geschichte der europäischen Einigung gezeigt werden. Schulklassen und Besucher können hier auf einfache Weise nachvollziehen, welche Rolle Aachen in der Geschichte Europas gespielt hat.
Das Grashaus liegt in der Aachener Altstadt in der Nähe des Doms und ist gut zu Fuß von anderen Sehenswürdigkeiten des Stadtzentrums aus zu erreichen. Ein Besuch lässt sich leicht mit einem Rundgang durch das historische Stadtzentrum verbinden.
Die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen hat ihr Büro im Grashaus, von wo aus der Karlspreis organisiert wird, der als einer der ältesten Preise für europäische Einigung gilt. Der Preis wurde zum ersten Mal im Jahr 1950 vergeben, also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
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