Aachener Königspfalz, Königspalast in Aachen, Deutschland.
Der Palast von Aachen war ein ausgedehnter karolingischer Herrschaftssitz in der nordrhein-westfälischen Stadt Aachen, von dem heute nur noch die Pfalzkapelle als Teil des Doms erhalten ist. Die achteckige Kapelle besitzt antike Säulen aus Italien, schwere Bronzetüren und eine Zentralkuppel, die auf acht Pfeilern ruht.
Karl der Große ließ den Palast in den 790er Jahren errichten und machte ihn zum Regierungsmittelpunkt des Karolingerreichs bis zu seinem Tod im Jahr 814. Die meisten Bauten der Anlage verschwanden im Laufe der Jahrhunderte, während die Kapelle als Krönungsort deutscher Könige fortbestand.
Die ursprüngliche Anlage folgte byzantinischen Vorbildern, die Karl der Große während seiner Besuche in Ravenna kennengelernt hatte. Der erhaltene Kapellenbau zeigt noch heute farbige Marmorverkleidungen und vergoldete Bronzegitter, die damals an die Pracht orientalischer Herrschaftssitze erinnern sollten.
Besucher können die erhaltene Kapelle im Zentrum des heutigen Doms besichtigen, die Zugang über den Haupteingang der Kathedrale erhält. Der Innenraum ist über Stufen zu erreichen, und geführte Rundgänge erleichtern das Verständnis der mittelalterlichen Raumaufteilung.
Die ursprüngliche Anlage verfügte über eine große Thermenzone mit einem Schwimmbecken, das mehr als hundert Badende gleichzeitig aufnehmen konnte. Karl der Große nutzte die heißen Quellen der Stadt regelmäßig, und die Badekultur blieb ein zentraler Bestandteil des höfischen Lebens.
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