Marienschrein, Mittelalterlicher Goldschrein im Aachener Dom, Deutschland
Der Marienschrein ist ein mittelalterliches Reliquiar in der Aachener Kathedrale und misst 184 Zentimeter Länge, 54 Zentimeter Breite und 95 Zentimeter Höhe. Das Kunstwerk zeigt aufwändige Goldschmiedearbeit und etwa tausend Edelsteine, die seine Oberfläche verzieren.
Das Reliquiar wurde zwischen 1230 und 1239 hergestellt und beherbergt vier heilige Reliquien aus biblischen Zeiten. Sein Bau markierte einen Wendepunkt in der Entwicklung der Goldschmiedekunst in Europa.
Die Schatzkammer zeigt die Verbindung zwischen romanischer und gotischer Kunst durch ihre zwölf vergoldeten Apostelfiguren und Szenen aus dem Leben Jesu. Besucher können diese feinen Reliefs sehen und erleben, wie sich der künstlerische Stil über die Jahrhunderte verändert hat.
Das Reliquiar ist nicht ständig für Besucher zugänglich, sondern wird nur etwa alle sieben Jahre während der Aachener Wallfahrt geöffnet. Bei diesen seltenen Gelegenheiten können Pilger und Besucher die kostbare Schatzkammer sehen und erleben.
Die Schlossmechanismus wurde nach der Herstellung mit Blei gefüllt, weshalb ihn die Behörden bei jeder Öffnung zerstören und erneut anfertigen müssen. Dieses ungewöhnliche Detail zeigt, wie schwierig es ist, das heilige Objekt zu schützen und gleichzeitig zugänglich zu machen.
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