Pala d’oro, Mittelalterliche Goldaltarverzierung im Aachener Dom, Deutschland
Das Kunstwerk besteht aus siebzehn Reliefplatten aus reinem Gold, die religiöse Figuren und biblische Erzählungen in aufwendiger Handwerkskunst darstellen. Die einzelnen Tafeln sind detailliert gearbeitet und zeigen sowohl figürliche als auch narrative Szenen in feiner Goldschmiedearbeit.
Das Werk entstand in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts als Schenkung des sächsischen Kaiserhauses während der Ottonischen Periode. Diese Gabe zeigt die bedeutende Rolle, die das Aachener Münster in der damaligen Zeit für das Reich spielte.
Das Kunstwerk zeigt Christus in der Mitte, umgeben von Maria und dem Erzengel Michael, mit Symbolen der vier Evangelisten und Szenen aus der Leidensgeschichte. Diese Anordnung folgt einer ikonographischen Tradition, die Besucher beim Betrachten direkt nachvollziehen können.
Die Platten sind im Hauptaltar im gotischen Chor der Aachener Kathedrale zu sehen und während der regulären Öffnungszeiten zugänglich. Man sollte Zeit mitbringen, um die feinen Details und die Komposition der einzelnen Platten genau zu betrachten.
Das Gold weist eine außergewöhnlich hohe Reinheit von fast 99,99 Prozent auf und zählt damit zu den wertvollsten Beispielen mittelalterlicher Metallkunst. Diese extreme Reinheit war aufwendig zu erreichen und zeigt die großen Ressourcen, die in die Anfertigung investiert wurden.
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