Neue Synagoge, Synagoge am Synagogenplatz, Deutschland.
Die Neue Synagoge in Aachen ist ein Gebetshaus mit einer konkaven Fassade, auf der hebräische Inschriften eingraviert sind. Im Inneren befindet sich ein kreisförmiger Gebetsraum, der etwa 300 Personen aufnehmen kann und nach Osten in Richtung Jerusalem ausgerichtet ist.
Das Gebäude entstand 1995 an der Stelle einer ursprünglichen Synagoge von 1862, die während der Pogrome im November 1938 durch das NS-Regime zerstört wurde. Der Neubau erinnert an das Schicksal der jüdischen Gemeinde Aachens während dieser Zeit.
Die Gebetshalle zeigt zwölf Wandpaneele, die die Zwölf Stämme Israels darstellen, und nutzt Holzpaneele für die Akustik. Der Schrein in der Mitte bewahrt die Torarollen auf, die im Zentrum des Gebetslebens stehen.
Der Ort liegt zentral in Aachen und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Die Jüdische Gemeinde hat an Werktagen begrenzte Öffnungszeiten, daher sollte man vorher klären, wenn man das Gebäude besichtigen möchte.
Bei der Rekonstruktion wurden fünf Steine aus der ursprünglichen Synagoge in die neue Fassade eingebaut. Diese Steine bilden eine direkte Verbindung zwischen dem zerstörten Vorgängerbau und dem heutigen Gebäude.
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