Gut Steinberg, ehemaliges Gutshaus (auch Hofgut) im Wuppertaler Stadtbezirk Uellendahl-Katernberg
Gut Steinberg ist ein Bauernhof in Wuppertal, der aus einem Haupthaus und Wirtschaftsgebäuden besteht. Das zweistöckige Steinhaus wurde 1785 erbaut und verfügt über fünf Abschnitte mit Giebeln, Fenster mit flachen Bögen und Fensterläden, während die Scheune von 1828 aus Backstein mit einem gekrümmten Dach gebaut wurde.
Das Anwesen wurde 1350 erstmals erwähnt und gehörte ursprünglich zur Abtei Werden, die seit 1150 Ländereien in der Gegend besaß. Der heutige Steinbau entstand 1785 unter Anton Oetelshofen mit Material aus einem nahegelegenen Steinbruch, wo 1857 Trilobit-Fossilien aus dem Karbon gefunden wurden.
Gut Steinberg trägt den Namen einer Familie, die hier lange lebte und das Land verwaltete. Der Ort zeigt, wie ländliche Gemeinschaften in dieser Region über Jahrhunderte lebten und arbeiteten, von den Bauern bis zu den Handwerkern, die die Steinbauten errichteten.
Das Anwesen liegt an einem Wasserscheidenpunkt zwischen Wupper und Düssel und ist heute über den beliebten Wanderweg Eulenkopfweg zugänglich. Besucher können das Gelände mit den alten Gebäuden und dem Teich erkunden, wobei informative Hinweise Geschichte und Architektur erklären.
Ein Steinbruch in der Nähe lieferte 1857 fossile Trilobiten aus dem Karbon, darunter eine Art, die nach dem Ort Aprath benannt wurde. Diese paläontologische Entdeckung zeigt, dass der Bau des Hauses zufällig ein Kapitel in der Wissenschaftsgeschichte der Region öffnete.
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