Gut Deesberg, Herrenhaus in Bad Oeynhausen, Deutschland.
Gut Deesberg ist ein Herrenhaus im Stadtteil Rehme von Bad Oeynhausen, westlich der Weser und südlich von Wiehen- und Wesergebirge. Der Hof wird ökologisch bewirtschaftet; in den ehemaligen Ziegelei- und Champignonzuchtgebäuden arbeiten heute kleine Gewerbebetriebe, und auf den Feldern wachsen Kleegras, Getreide, Raps, Kartoffeln sowie Kurzumtriebsplantagen auf den alten Tongruben.
Nachweise über Gut Deesberg reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück; 1567 verlegte der Droste Bertram von Landsberg seinen Wohnsitz von der Burg Vlotho auf das Gut. 1655 erwarb es Freiherr von der Horst, 1709 wurde die Burg auf Abbruch verkauft, während Gefängnis und Scheune beim Gut blieben. Ab 1739 war es staatliche Domäne, 1858 wurde das Gefängnis aufgehoben, und bis 1889 gehörte die Burg Vlotho zum Gut.
Der Name Deesberg ist eher mit der landwirtschaftlichen und gewerblichen Rolle des Gutes verbunden als mit adligem Prunk. Seit 1914 gehört es der Familie Rolfsmeyer, ab 1980 stellte der Betrieb auf ökologischen Landbau um. Heute wachsen Kleegras, Getreide, Raps und Kartoffeln, auf den ehemaligen Tongruben stehen Kurzumtriebsplantagen, deren Holz alle drei bis vier Jahre als Brennstoff geerntet wird.
Das Gut ist Privateigentum und nicht öffentlich zugänglich; Flächen und Gebäude können nicht besichtigt werden. Sein Bio-Rindfleisch und weitere Hofprodukte werden ab Hof verkauft; erkundigen Sie sich vor der Anreise vor Ort oder telefonisch nach der aktuellen Verfügbarkeit.
Die Ziegelei wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom Pächter Haccius gegründet, der die Ziegel zunächst vorwiegend für Baumaßnahmen des Gutes brannte. Sein Nachfolger Carl Hentzen machte daraus einen Gewerbebetrieb, und 1909 beantragte die Eigentümerin Frau Major Blecken von Schmeling einen neuen Ringofen. 1962 wurde der Betrieb eingestellt.
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