Gut Grevenburg, Architekturdenkmal in Nieheim, Deutschland.
Gut Grevenburg ist ein Gutshaus mit Wirtschaftsgebäuden in Nieheim, das aus mehreren Steinstrukturen besteht. Die Anlage zeigt typische Merkmale eines ländlichen Adelssitzes mit Hauptwohnhaus und zugehörigen Nebengebäuden.
Das Adelsgeschlecht Oeynhausen erwarb das Gelände und erbaute dort 1536 ein Vorwerk; benannt ist die Burg nach dem Bach Greve. Zwischen 1566 und 1579 errichteten die Nachfahren das kleine Renaissance-Herrenhaus als Familienstammsitz, ursprünglich umgeben von einer etwa 18 m breiten Gräfte innerhalb eines hohen, dicken Ringwalls. Um 1850 wurde die Gräfte teilweise verfüllt und Teiche angelegt; um 1950 wurde der Park erneut umgebaut. Das Gut ist bis heute in Familienbesitz.
Das Anwesen war über Generationen Sitz einer Familie und prägt bis heute das Bild des Ortes. Die Gebäude zeigen, wie Landadel in dieser Region lebte und wirtschaftete.
Das Anwesen liegt auf dem Land und ist am besten mit dem Auto oder Fahrrad zu erreichen. Man sollte vorher klären, ob und wann Besuche möglich sind, da es sich um ein privates Denkmal handelt.
Karl von Oeynhausen, 1795 auf der Grevenburg geboren, wurde preußischer Berghauptmann; die Stadt Bad Oeynhausen ist nach ihm benannt. Zwischen 1930 und 1936 übernachtete Adolf Hitler fünfzehnmal auf dem Gut als Gast Adolf von Oeynhausens, der 1931 in die NSDAP eintrat und am 25. März 1933 Regierungspräsident von Minden wurde.
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