St. Jakobus d. Ä. und Christophorus, Romanische Kirche in Marienmünster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
St. Jakobus d. Ä. und Christophorus ist eine ehemalige Klosterkirche aus hellbeigen Steinquadern. Zwei quadratische Westtürme mit schiefergedeckten Pyramidenspitzen rahmen einen runden Vierungsturm mit dunkler Kuppel und Laterne. Romanisches Westwerk, Querschiff und Vierungsturm blieben erhalten; das Schiff wurde ab 1661 als Hallenkirche neu gebaut und trägt ein steiles dunkles Dach.
Die Kirche wurde während des Dreißigjährigen Krieges durch hessische und schwedische Truppen beschädigt und anschließend ab 1661 wieder aufgebaut. Diese Wiederherstellung prägte das heutige Aussehen des Gebäudes wesentlich.
Die beiden Kirchenpatrone stehen an den Türen seitlich des Hochaltars: Figuren des Christophorus und des Jakobus schmücken die Flügel neben der 1685 von Paul Gladbach aus Rüthen vollendeten Altarwand. Die Pfarrgemeinde gehört zum Pastoralen Raum Steinheim-Marienmünster-Nieheim im Erzbistum Paderborn; von 1967 bis 2014 übernahmen Patres der Passionisten die Seelsorge.
Die Kirche befindet sich in Marienmünster und lässt sich zu Fuß von der Ortsmitte aus erreichen. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein aktives Gotteshaus handelt, daher sind Öffnungszeiten und Besuchsbedingungen je nach Gottesdiensten unterschiedlich.
Das Chorgitter von 1693 schmiedete der Klosterschmied H. Pieperling unter Abt Augustin Müller. Das gefasste Eisen zeigt Blüten, Blätter, Vögel, Früchte und Köpfe; durchsichtig gibt es den Blick auf den Altar frei. 2008 wurde es zusammen mit dem Altar restauriert.
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