Gut Groß-Engershausen, Herrenhaus in Preußisch Oldendorf, Deutschland.
Gut Groß-Engershausen ist ein verputzter Fachwerkbau mit Walmdach, der um 1770 auf einer etwa 80 × 50 Meter großen Insel errichtet wurde. Eine steinerne Bogenbrücke überspannt die Gräfte. Außerhalb der Gräfte liegen die noch heute genutzten Wirtschaftsgebäude; nördlich des Herrenhauses steht ein kleines Mausoleum.
Das Rittergut Engershausen entstand zwischen 1491 und 1510; Bauherr war Reinecke II. von Schloen, genannt Tribbe, der auch das Gut Figenburg besaß. Nach dem Aussterben der Familie von Schloen 1671 wurde die hessische Familie von Berner Eigentümer. 1838 verkaufte sie das Gut an die Familie von Spiegel zu Desenberg-Rothenburg; auf dem Erbweg kam es an die Freiherren von Spiegel von und zu Peckelsheim zu Bielefeld Spiegelsberge. Das Herrenhaus selbst wurde um 1770 erbaut.
Die Fachwerkarchitektur mit ihrem Walmdach zeigt traditionelle Bauweisen, wie sie in dieser Region heimisch waren und noch heute das Erscheinungsbild prägen. Die Art, wie das Wohngebäude mit den Wirtschaftsgebäuden um den Graben angeordnet ist, vermittelt einen Eindruck davon, wie ein solcher Landwirtschaftsbetrieb organisiert war.
Das Anwesen befindet sich in Privatbesitz der Familie von Spiegel und ist nicht frei zugänglich. Besuche sind nur nach vorheriger Absprache und auf Einladung möglich.
Nördlich des Hauptgebäudes steht ein kleines Mausoleum, das die familiären Verbindungen der Besitzer widerspiegelt. Zahlreiche Wirtschaftsgebäude umgeben den Graben und erfüllen teilweise noch ihre ursprünglichen Funktionen.
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