Gut Holzhausen, Historisches Gut in Nieheim, Deutschland
Gut Holzhausen ist ein von 1801 bis 1809 vom Kasseler Architekten Wilhelm Carl Hisner aus verputztem Bruchstein errichtetes Herrenhaus. Es steht in den Resten einer doppelten quadratischen Gräfte, mit einem 1910 ergänzten dreiachsigen toskanischen Säulenaltan und einem Walmdach mit Vasen und Okuligauben. Die innere Aufteilung folgt französischen Vorbildern mit symmetrisch angeordneten Appartements und Korridoren.
Die Familie von der Borch erhielt das Anwesen 1484 als Lehen vom Fürstbischof Simon III. zur Lippe und besitzt es bis heute. Der Besitz blieb über Generationen in Familienhand und prägt das Gebiet seit mehr als 500 Jahren.
Auf dem Kulturgut finden öffentliche Veranstaltungen statt, darunter Schützenfeste, Weihnachtsmärkte, Oldtimer-Treffen, Schultheaterfestivaltage und das jährliche Musikfestival Voices. 2018 eröffnete Voices mit einem Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie; die Sopranistin Sara Hershkowitz sang Lieder von Richard Strauss.
Das Gut wird noch als landwirtschaftlicher Betrieb nach den Demeter-Standards der biodynamischen Landwirtschaft geführt. Von Nordwesten führt eine Allee aus Linden und alten Eichen zur Anlage, und der Wirtschaftshof wird durch die Rentei geteilt, einen Rest der ehemaligen Vorburg. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz.
Der Taubenturm zwischen den Ställen trägt die Bezeichnung 1715 und ein Kegeldach. Die Rentei, ein Rest der ehemaligen Vorburg, teilt den Wirtschaftshof; ihre mittlere Hoftür ist mit 1752 bezeichnet. Der große Schaf- und Bullenstall an der Straße zum Oberdorf trägt die Bezeichnung 1813 und besteht aus Bruchstein.
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