Gut Albrock, Gutshof in Brakel, Deutschland.
Gut Albrock ist ein ehemaliges Rittergut im Brakeler Ortsteil Hinnenburg, das 1830/31 als zur Straße offene dreiseitige Hofanlage angelegt wurde. In der Mitte steht ein separates klassizistisches Wohnhaus, links die Stallungen, rechts die Scheune, dazwischen der Wirtschaftshof. Die Gebäude stehen leer und sind durch fehlende Instandhaltung gefährdet.
Das Hauptgebäude des Guts entstand um 1830 während einer Zeit ländlicher Architekturentwicklung in Westfalen. Die Anlage war über Generationen hinweg im Besitz der Familie von der Asseburg-Rothkirch, die seinen Charakter als Adelssitz prägte.
Der Name Albrock geht auf die 1127 erstmals erwähnte Siedlung Aelbroch zurück; später war der Ort ein selbständiges Rittergut der Grafen von Asseburg. 2004 bis 2017 dienten die Gebäude als „Alb-Rock-Café“, ein von Rainer Ewers betriebener Treffpunkt für Motorradfahrer. Seit dem Weggang des letzten Pächters 1989 steht die Anlage leer.
Gut Albrock liegt einsam in einer Waldinsel des Emder Waldes, etwa 3 km östlich des ebenfalls gräflichen Schäferhofs. Die Gebäude stehen leer und sind ungepflegt, der Wirtschaftshof ist für Besucher nicht zugänglich; die Anlage lässt sich von der öffentlichen Straße aus betrachten. 2022 beantragten die Eigentümer fünf Windenergieanlagen auf den umliegenden Ackerflächen.
Der Ort liegt in einer Region mit mehreren historischen Landsitze, darunter Schloss Hinnenburg und die Wasserburg Palburg, die zusammen ein Netzwerk adeliger Besitzungen bilden. Diese Lage ermoglicht es Besuchern, mehrere althergebrachte Anlagen an einem Tag zu erkunden und die Struktur der regionalen Adelslandschaft zu verstehen.
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