Hagenbucher, Architektonische Struktur in Heilbronn, Deutschland
Der Hagenbucher ist ein sechsstöckiges ehemaliges Ölsaatenlager, das 1936 auf der Kraneninsel in Heilbronn errichtet wurde. Seine massiven Böden waren für bis zu knapp drei Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt; seit 2009 beherbergt er das Science Center experimenta.
Der Hagenbucher wurde 1936 als sechsstöckiges Ölsaatspeicher für Carl Hagenbucher & Söhne errichtet; seine Böden waren für fast drei Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt. Im Zweiten Weltkrieg diente das Untergeschoss als Luftschutzraum, 1956 wurden die übrigen Gebäude der Kraneninsel gesprengt, der massive Speicher blieb stehen. 1959 kam er an die Stadt Heilbronn, von 1988 bis Frühjahr 2008 fanden dort die Ausstellungen der Neuen Kunst im Hagenbucher statt. Im Mai 2008 begann der Umbau, im November 2009 eröffnete das Science Center experimenta.
Das Gebäude ist heute Teil des experimenta Wissenschaftszentrums und zieht Besucher an, die sich mit naturwissenschaftlichen Themen auseinandersetzen möchten. Der Ort verkörpert die Umwandlung eines ehemaligen Industrieareals in einen Ort des Lernens und der Entdeckung.
Der Hagenbucher steht auf der Kraneninsel, die Besucher zu Fuß erreichen; seit November 2009 beherbergt das Gebäude das Science Center experimenta. 1990 wurde ein neuer Fahrstuhl eingebaut, der Erweiterungsbau von 2016 schuf weiteren Platz. Die Decken des einstigen Lagers sind massiv: Noch im dritten Stockwerk ist der Boden mit bis zu knapp drei Tonnen pro Quadratmeter belastbar.
Die Böden des Lagers waren für das Gewicht von Ölfrüchten ausgelegt: Noch im dritten Stockwerk konnte der Boden mit knapp drei Tonnen pro Quadratmeter belastet werden. Diese Massivität ist der Grund, warum das Gebäude 1956 stehen blieb, als die übrigen Bauten auf der Kraneninsel gesprengt wurden – die Sprengung war zu teuer.
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