Gut Müllenark, Mittelalterliche Wasserburg in Schophoven, Deutschland
Gut Müllenark ist ein Wasserschloss in der Nähe von Schophoven mit einer Hauptburg, dicken Ziegelmauern und einem barocken Hofgebäude. Das Anwesen wird von einem Wassergraben umgeben und enthält Wohn- und Wirtschaftsgebäude auf einem etwa 8 Hektar großen Gelände.
Das Anwesen wurde erstmals 1129 als Molenark erwähnt und entwickelte sich zu einem strategischen Punkt in den Konflikten zwischen dem Erzbistum Köln und dem Herzogtum Jülich. Aus dieser Zeit der Auseinandersetzungen stammen die ursprünglichen Befestigungen, die später um barocke Elemente erweitert wurden.
Der Hof verbindet Elemente verschiedener Epochen in seinem Aussehen, wobei mittelalterliche Befestigungen und barocke Strukturen nebeneinander existieren. Diese Mischung zeigt sich deutlich in der Anordnung der Gebäude und ihrer architektonischen Details.
Gut Müllenark liegt bei Schophoven, einem Ortsteil von Inden im Kreis Düren. Lediglich zwei Wohneinheiten sind noch bewohnt, die übrigen Gebäude liegen brach, sind aber in gutem Zustand. Die rund 7,8 ha Ländereien sind von RWE an einen Landwirt aus der Gemeinde Inden verpachtet; das Gelände wird also landwirtschaftlich genutzt und ist für Spaziergänger nicht zugänglich.
Gerhard von Hanxler ließ in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Hauptburg errichten; ihre Grundmauern sind erhalten, und der Batterieturm an der Nordostecke hat vier Meter dicke Backsteinmauern, die selbst die Pulvergeschütze des 15. Jahrhunderts nicht durchbrechen konnten.
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