Gut Renkhausen, Herrenhaus im Stadtteil Gehlenbeck, Lübbecke, Deutschland.
Gut Renkhausen ist ein Herrenhaus im Stadtteil Gehlenbeck von Lübbecke, das neo-Renaissance-Elemente zeigt und auf den Grundmauern einer früheren Wasserburg errichtet wurde. Das Anwesen liegt in der Landschaft zwischen dem Wiehengebirge und dem Mittellandkanal und wird heute als Landwirtschaftsbetrieb mit Veranstaltungsfunktionen genutzt.
Das Gut wurde 1278 erstmals urkundlich erwähnt und war zwischen 1543 und 1817 im Besitz von fünf Adelsfamilien, bevor die Familie Stille es bis 1960 hielt. Die Umwandlung vom mittelalterlichen Wasserschloss zur heutigen Villa-Form ereignete sich 1896.
Das Gut ist nicht öffentlich zugänglich, seine Kultur erschließt sich von außen: Der Name erinnert an das Geschlecht Klenke von Renckhausen, dessen Sophia Charlotte Benjamin von Mentzingen (1648–1723), Hofmeister und Geheimer Rat in Stuttgart, heiratete, wodurch das Gut zeitweilig an die badischen von Mentzingen kam. Bis 2020 waren in den Räumen standesamtliche Trauungen möglich, und das „Café im kleinen Stall“ diente Radfahrern als Ausgangspunkt zum Großen Torfmoor oder zum Mittellandkanal, bevor es schloss.
Das Gut ist nicht öffentlich zugänglich; Herrenhaus und Anlage lassen sich nur von außen betrachten. Das „Café im kleinen Stall“, früher Ausgangspunkt für Radtouren ins Große Torfmoor oder am Mittellandkanal, ist geschlossen. Zahlreiche Mühlen der Westfälischen Mühlenstraße liegen in unmittelbarer Nachbarschaft und lassen sich mit einer Radtour am Gut vorbei verbinden.
Im Jahr 2004 war das Anwesen Gastgeber der Deutschen Meisterschaften im Pflugwettbewerb, eines Sportereignisses, das nur selten öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Diese ungewöhnliche Nutzung zeigt die vielseitige Rolle des Gutes in der lokalen Landwirtschaft und im ländlichen Leben.
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