Burg Reineberg, Mittelalterliche Burgruine auf dem Reineberg in Lübbecke, Deutschland.
Die Burg Reineberg, auch Reineburg genannt, ist eine ehemalige Höhenburg auf dem 275,9 Meter hohen Reineberg im Wiehengebirge auf dem südlichen Stadtgebiet von Lübbecke. Von der Burganlage ist auf dem Gipfel nur noch der Burggraben sichtbar, der eine Gesamtlänge von 310 Metern und eine Breite zwischen 15 und 22 Metern hat. Zudem zeugen Reste vorgelagerter Verschanzungen von mittelalterlicher Belagerungstechnik.
Die Burg Reineberg wurde 1221 erstmals urkundlich erwähnt. Nach den Mindener Chroniken gründete Bischof Konrad I. von Rüdenberg (1209–1237) sie, während Osnabrücker Quellen Bischof Adolf von Tecklenburg (1216–1224) als Mitbauer nennen. Ein Vertrag von 1306 brachte sie in gemeinsamen Besitz der Fürstbistümer Minden und Osnabrück. 1723 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm I. sie wegen Baufälligkeit abbrechen; brauchbare Steine dienten dem Regierungsgebäude in Minden und dem neuen Amtshaus im Reineberger Feld.
Der Name Reineberg erscheint auch im Wappen der Gemeinde Hüllhorst südlich des Wiehengebirges, das ein Abbild der Reineburg zeigt; ein Ortsteil heißt noch heute Reineberg (Ahlsen-Reineberg). Die Burg gab dem mindenschen Amt Reineberg seinen Namen, das von 1723 bis 1807 bestand.
Der Burgplatz ist über einen Wanderweg vom südlichen Rand von Lübbecke erreichbar und bietet einen leichten Zugang für Besucher aller Fitnessstufen. Es wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen, da der Weg über Naturterrain und teils feuchte Bereiche führt.
Der Burg waren einst fünf Vorburgen vorgelagert, was der Heimatforscher Friedrich Langewiesche ermittelte und eine amtliche Vermessung der sichtbaren Reste im Jahr 1951 bestätigte. Der Hauptgraben umzieht das Gipfelplateau mit einer Länge von 310 Metern und einer Breite von 15 bis 22 Metern.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.802 Mitwirkenden weltweit.