Babilonie, Archäologische Stätte und Kulturdenkmal in Obermehnen, Deutschland.
Babilonie ist eine Befestigungsanlage auf dem Rucken der Wiehen-Hugel mit einem System aus doppelten Erdwallen, das sich uber mehrere Hektar erstreckt. Die Struktur zeigt zwei parallele Schutzlinien, die von der Eisenzeit stammen und heute als naturliche Erhebungen in der bewaldeten Landschaft sichtbar sind.
Die Anlage wurde zwischen 300 und 150 vor Christus erbaut und diente den La-Tene-Kulturen als befestigtes Zufluchtslager und militarischer Ausblickspunkt. Sie spielte eine Rolle in der vorromischen Eisenzeit und wurde wahrscheinlich aufgegeben, nachdem der romische Einfluss in die Region kam.
Das Gelande ist für Besucher sichtbar durch die Erdwallstrukturen, die von der Eisenzeit stammen und heute als naturliche Hugel in der Landschaft erscheinen. Wer hier umhergeht, kann sich vorstellen, wie die Menschen damals diesen erhohten Platz nutzten, um ihr Lager zu schutzen und die Umgebung zu beobachten.
Das Gelandr liegt auf etwa 255 Metern Hohe und ist uber gekennzeichnete Pfade von Obermehnen aus erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da die Wege uber naturliches, bergiges Terrain fuhren und je nach Jahreszeit schlammig oder rutschig sein konnen.
Der Name Babilonie kommt von dem germanischen Wort 'baben', was 'oben im Wald' bedeutet und auf die waldige Hugelposition hindeutet. Dieser alte Name zeigt noch heute, wie die Menschen einmal dachten und das Land beschrieben, in dem sie lebten.
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