Gut Schlagbaum, Ehemalige Wasserburg in Holweide, Köln, Deutschland
Gut Schlagbaum ist eine ehemalige Wasserburg am Schlagbaumsweg 1 in Holweide, Köln. Erhalten ist nur ein Teil der Vorburg mit Eckturm und Toreinfahrt aus dem 16. Jahrhundert; über dem Tor befindet sich ein Renaissancerelief mit Adam und Eva, umgeben von Kartuschwerk und Fruchtgehängen. Das Gutshaus brannte ab und wurde nach 1950 nicht wieder errichtet. Die private Anlage dient heute als Wohnung und Atelier für freischaffende Künstler.
Gut Schlagbaum ist vor 1600 als „Schiederichs Güter“ belegt; 1381 wird ein „Johann van Lach“ unter den Geschworenen des Hofes Herl genannt. 1615 wurde Hermann Suderman vom Hofgericht Rolshoven mit dem Gut belehnt, seine Linie erlosch 1639. 1741 verkaufte Anna Margaretha Constantia von Deutz es für 2.000 Taler an ihren Cousin Johannes Christoph Joseph Rensing. Der Name Schlagbaum stammt von einer Zollhebestelle an der Grenze zum kurkölnischen Amt Deutz.
Der Name Schlagbaum verweist auf eine frühere Zollhebestelle an der Grenze zum kurkölnischen Amt Deutz. Über dem Tor der Vorburg aus dem 16. Jahrhundert befindet sich ein Renaissance-Relief mit Adam und Eva, umgeben von Kartuschwerk und Fruchtgehängen, möglicherweise eine Anspielung auf benachbarte Gewannennamen mit „Paradies“.
Das Gelände ist Privatbesitz und seine Nutzung unterliegt Einschränkungen, daher sollten Besucher vorab prüfen, welche Bereiche zugänglich sind. Die beste Aussicht auf die Anlage erhält man vom Ufer des Baches aus, wo auch Fußwege entlang der Grundstücksgrenze verlaufen.
Als landwirtschaftliches Gut war Schlagbaum mit nur 58 Morgen (1764) nie bedeutend. Bereits im 17. Jahrhundert wurde es als Pachtgut gehalten, die Eigentümer wohnten also nicht selbst dort. Das Adam-und-Eva-Relief über dem Tor könnte auf benachbarte Gewannennamen mit „Paradies“ anspielen.
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