Wallfahrtskirche Mariahilf, Katholische Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg, Passau, Deutschland
Die Wallfahrtskirche Mariahilf ist eine barocke Kirche, die 1624–1627 von Francesco Garbanino erbaut wurde; sie hat weiße Wände, ein dunkles, steiles Dach und einen Mittelturm mit Zwiebelhaube, Laterne und Kreuz, dem zwei kleinere gleiche Hauben auf dem Dachfirst zur Seite stehen. Der Turm trägt eine Uhr mit goldenen Zeigern und dunklem Zifferblatt, die Fassade hat bogige und rechteckige Fenster mit dunklen Rahmen und grünen Läden. Im Inneren erhebt sich ein hoher vergoldeter Barockaltar von 1729 unter einem bemalten Gewölbe, mit gestufter Plattform, Altartisch, Kruzifix, Kerzen, Säulen, Nischen und vergoldeten Engels- und Heiligenstatuen.
Die Wallfahrt stiftete 1622 der Domdekan Marquard von Schwendi, der eine Kapelle für eine Kopie des Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach dem Älteren errichten ließ, die der Passauer Künstler Pius 1620 geschaffen hatte. Die Kirche selbst baute 1624–1627 Francesco Garbanino, die Turmhelme kamen 1665 hinzu. Nach der Aufhebung des Kapuzinerklosters 1803 kehrten die Kapuziner 1890 zurück; 2002 übernahmen die Pauliner die Betreuung.
Das Gnadenbild ist eine Kopie des Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach dem Älteren, die der Passauer Künstler Pius 1620 für die 1622 gegründete Kapelle schuf. Nach der Entsatzschlacht bei Wien 1683 unter dem Kampfmotto „Maria hilf!“ wurde es zum Staatsgnadenbild der Habsburgermonarchie. Im Beichtgang sind erbeutete Waffen der besiegten Türken zu sehen.
Der Zugang zur Kirche erfolgt über eine überdachte Treppe mit 321 Stufen, die sich vom Neutorgraben aus nach oben windet. Das Tragen bequemer Schuhe ist empfehlenswert, da der Aufstieg anstrengend sein kann, aber von oben bietet sich ein schöner Blick über die Stadt.
Die bei der Schlacht am Kahlenberg 1683 erbeuteten Waffen der besiegten Türken sind im Beichtgang der Kirche zu sehen. Im selben Jahr war das Kaiserpaar nach Passau geflohen und betete dort täglich vor dem Gnadenbild um Rettung aus der Türkengefahr.
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