Rochusfriedhof, Friedhof im Stadtteil Gostenhof, Nürnberg, Deutschland
St. Rochus ist ein Friedhof im Stadtteil Gostenhof mit einer Kapelle aus den Jahren 1520 bis 1521, die der Architekt Hans Beheim der Ältere entwarf. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Zonen mit Gräbern verschiedener Epochen und ist vollständig begehbar.
Der Friedhof entstand in den frühen 1510er Jahren als Begräbnisstätte für Pestopfer und wurde am 21. März 1519 geweiht. Seine Kapelle entstand kurz danach und wurde schnell zum Zeichen der Verbindung zwischen der Stadt und wohlhabenden Familien.
Die Friedhofkapelle zeigt Merkmale der frühen Renaissance und prägt bis heute das Bild des Ortes. Sie spiegelt die Bedeutung wider, die reiche Nürnberger Familien dem Ort beimaßen und wie sie ihre Gräber gestalteten.
Das Gelände ist vollständig mit Rollstuhl befahrbar und lässt sich einfach zu Fuß erkunden. Man kann ohne Hürden durch alle Bereiche gehen und die einzelnen Grabdenkmäler und die Kapelle betrachten.
Die Rochus-Kapelle gehört noch immer der Familie Imhoff und beherbergt kunstvolle Gegenstände, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dies macht den Ort zu einem Beispiel für privat gepflegte Familiendenkmäler, die in der Stadt erhalten geblieben sind.
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