Tullnau, Statistischer Bezirk in Nürnberg, Deutschland.
Tullnau ist ein Stadtteil im Osten Nürnbergs, der sich zwischen den Bezirken Veilhof und Wöhrd erstreckt. Die Gegend liegt an der Grenze zum Wöhrder See auf etwa 315 Metern Höhe.
Tullnau wurde 1362 erstmals schriftlich als Flurname erwähnt, gebildet aus mhd. ouwe für wasserreiches Wiesenland und dole für Abzugsgraben. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Goldbach aufgestaut, wodurch ein Weiher entstand, der eine Mühle antrieb; 1381 ist erstmals eine Mühle mit Hammerwerk belegt. Ab 1502 diente sie als Papiermühle; im Zweiten Weltkrieg wurden Mühle und Gaststätte zerstört.
Der Name Tullnau stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „dole“ bezeichnete einen Abzugsgraben, „ouwe“ wasserreiches Wiesenland; im Nürnberger Dialekt sagt man „Dullnau“. Seit der Reformation ist der Stadtteil evangelisch-lutherisch, ursprünglich nach St. Nikolaus und Ulrich in Mögeldorf gepfarrt, heute nach St. Bartholomäus in Wöhrd; Katholiken gehören zu St. Kunigund.
Der am 29. September 1990 eröffnete S-Bahn-Haltepunkt Nürnberg-Dürrenhof liegt zwischen Gleißbühl/Tullnau und St. Peter und hat einen 147 m langen, 96 cm hohen Mittelbahnsteig. Die Linien S2 (Roth–Hartmannshof) und S3 (Altdorf) halten im 20-Minuten-Takt; dazu bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Straßenbahnlinien 5 und 11 sowie den Stadtbuslinien 36 und 94.
Die Mühle von Tullnau ist 1381 erstmals als Hammerwerk belegt, ab 1502 wurde sie als Papiermühle genutzt und im Zweiten Weltkrieg samt zugehöriger Gaststätte zerstört. Der Goldbach wurde Mitte des 14. Jahrhunderts aufgestaut und bildete so den Weiher, der dem Ort seinen Namen gab.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.400 Mitwirkenden weltweit.