Haus Langen, Wasserschloss in Telgte, Deutschland
Haus Langen ist ein ehemaliges Rittergut, dessen erhaltenes Herrenhaus auf der mittleren von drei kleinen Inseln westlich der früheren Kernburg steht. Die Kernburg war eine unregelmäßig querovale Insel, die von zwei konzentrischen Gräften mit 350 m Gesamtdurchmesser umschlossen wurde. Die ältesten Teile des heutigen Hauses stammen aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts; vor 1830 kam ein Küchenanbau hinzu, die Nebengebäude stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Haus Langen verdankt seinen Namen den Rittern von Langen; die Lehnsherrschaft des Bischofs von Münster ist für 1150 bezeugt. 1276 ließ Bischof Everhard von Diest die Burg Langen zerstören, wieder aufgebaut wurde sie nie. Über eine Erbtochter kam der Besitz 1378 an die von Letmathe, 1622 diente die Wallanlage den Bauern Westbeverns im Dreißigjährigen Krieg als Fluchtburg. Eine testamentarische Bestimmung brachte ihn 1702 an Bernhard Engelbert Christian von Beverförde-Werries.
Der Name geht auf die Ritter von Langen zurück, eines von zwei westfälischen Uradelsgeschlechtern dieses Namens, und zwar das mit den Rauten im Wappen. Im Dreißigjährigen Krieg diente die Wallanlage 1622 den Bauern von Westbevern als Fluchtburg. Im Sommer 1935 lebte und malte der Künstler Otto Pankok kurzzeitig auf dem Wasserschloss.
Der Ort ist am besten mit dem Fahrrad oder mit dem Bus zu erreichen, da Parkplätze für Autos nicht vorhanden sind. Besucher sollten ausreichend Zeit einplanen, um das Gelände in aller Ruhe zu erkunden und die verschiedenen Gebäude zu besichtigen.
An diesem Ort stand lange Zeit eine Wassermühle, die zunächst Öl presste und später Getreide mahlte. Die Mühle arbeitete bis in die 1960er Jahre und zeugt von der früheren wirtschaftlichen Bedeutung der Anlage.
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