Villa Leonhart, Denkmalgeschützte Villa in Königswinter, Deutschland.
Die Villa Leonhart ist eine zweigeschossige Villa in Massivbauweise mit Mansarddach und fünf Achsen, die 1893 erbaut und 1938 nach einem Entwurf des Architekten Franz Josef Krings im Bauhausstil umgebaut wurde. An der Front zur Hauptstraße steht ein dreigeschossiger Turm, während kubische Vorbauten an der Nordseite den Eingang und eine Garage aufnehmen. Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt 610 m².
Die Villa Leonhart wurde 1893 als Landhaus mit klassizistischem Belvedere für die Familie des Freiherrn von Leonhart-Kurtzrock erbaut, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Königswinter angesiedelt hatte. Nach dem Tod der Freiin Sophie von Leonhart-Kurtzrock 1935 ohne Nachkommen fiel das Anwesen an die katholische Kirche, die es 1936 an die Deutsche Arbeitsfront verkaufte. Der Architekt Franz Josef Krings gab dem Haus beim Umbau von 1938 seine heutige, am Bauhausstil orientierte Gestalt.
Der Name der Villa erinnert an die Familie von Leonhart-Kurtzrock, die sie 1893 erbauen ließ und bis 1935 behielt, als die Freiin Sophie von Leonhart-Kurtzrock ohne Nachkommen starb. Die katholische Kirche erbte das Anwesen und verkaufte es 1936 an die Deutsche Arbeitsfront. Noch heute sind die Fenstergitter von 1938 zu sehen: Ihre Hakenkreuze wurden am 27. Januar 1988 nach einem Stadtratsbeschluss mit Metallstegen zu Quadratmustern umgewandelt.
Die Villa liegt in Königswinter und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto erreichbar, da die Stadt gut an die Regionen Köln und Bonn angebunden ist. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein geschütztes Denkmal handelt und der Zugang möglicherweise beschränkt sein kann.
Die Fenstergitter trugen einst Hakenkreuze aus dem Umbau von 1938 zum Gästehaus der DAF. Nach einem Beschluss des Stadtrats im Mai 1987 wurden am 27. Januar 1988 Metallstege ergänzt, die sie in ein Quadratmuster verwandelten – bis heute sichtbar.
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