Haus Dahlhausen, Herrenhaus in Bochum, Deutschland.
Haus Dahlhausen im Bochumer Stadtteil Hordel ist ein ehemaliges Rittergut; das Herrenhaus steht seit dem 30. Oktober 1989 unter der Nummer A 112 unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände stehen heute zwei Reithallen, die die Familie Göbel ergänzt hat, die seit 1974 Eigentümerin ist und dort einen Ponyhof betreibt.
Haus Dahlhausen war Stammsitz der seit 1321 belegten Familie von Dahlhausen, die es als Lehen der Abtei Essen besaß. 1546 kam es durch Heirat an Heinrich von Düngelen; mit Karl Ferdinand Franz Philipp Amalius Freiherr von Düngelen starb die Linie am 21. Juni 1802 aus. Nach einem langen Erbschaftsprozess ging das Gut am 3. Juli 1809 an die Familie Schragmüller, die es 1890 für 580 000 Goldmark an Krupp verkaufte.
Der Name Schragmüller, den die ab 1809 besitzende Familie trug, geht wohl auf den Kohlenhändler Fritz-Gustav Müller an der heutigen Schragmüllerstraße zurück, den die Nachbarn wegen seines Hanfanbaus statt Gemüse im Garten „der schräge Müller“ nannten. 1926 wurde die Straße nach der Familie benannt. Seit 1974 betreibt die Familie Göbel hier einen Ponyhof, und der „Reit-, Fahr- und Zuchtverein Bochum-Hordel e.V.“ hat auf dem Gelände sein Zuhause.
Haus Dahlhausen liegt im Bochumer Stadtteil Hordel, nahe der von Krupp zwischen 1906 und 1915 errichteten Arbeitersiedlung Dahlhauser Heide. Auf dem Gelände betreibt die Familie Göbel einen Ponyhof mit zwei Reithallen; Besucher bleiben daher auf den Wegen und beachten den Reitbetrieb. Das Herrenhaus steht seit dem 30. Oktober 1989 unter Denkmalschutz.
Die nahen Zechen Hannover und Hannibal verursachten schwere Bergschäden und ein Absinken des Grundwasserspiegels, weshalb die zum Gut gehörende Grieskamp-Wassermühle ihren Betrieb einstellte. Gutsbesitzer Carl-Anton Schragmüller klagte gegen den Zechenbesitzer Krupp. 1890 wurden Haus und Ländereien für 580 000 Goldmark an Krupp verkauft.
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