Haus Füchten, Herrenhaus in Ense, Deutschland.
Haus Füchten ist ein zweigeschossiges Herrenhaus mit zugehörigen Wirtschaftsgebäuden östlich der Ruhr in der Nähe des Ortes Hünningen. Eine barocke Brücke von 1698 verbindet die Anlage mit dem umliegenden Gelände.
An der Stelle stand ursprünglich eine 1298 erstmals erwähnte Burganlage namens curtis de Vuchtene. Caspar Diedrich von Droste zu Erwitte ließ diese um 1700 abreißen und errichtete daraufhin das heutige Herrenhaus.
Der Name Füchten geht wohl auf „Feuchte“ zurück und verweist auf die Lage der ersten Burg an der Ruhr. Der 1726 ergänzte Kapellenflügel wird für Gottesdienste und Hochzeiten genutzt. Am Sonntag nach Fronleichnam zieht die Füchtener Prozession seit etwa 150 Jahren von Bremen (heute Ense-Bremen) zum Haus.
Über die Barockbrücke von 1698 erreicht man den wappengekrönten Eingang des Haupthauses mit seiner zweiläufigen Freitreppe. Der 1726 ergänzte Kapellenflügel kann für Gottesdienste und Hochzeiten genutzt werden. Im großen Saal im ersten Obergeschoss finden Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt.
Im 19. Jahrhundert beherbergte das Anwesen eine Landwirtschaftsschule für benachteiligte Jungen und Waisen unter der Verwaltung der Mellin-Stiftung. Diese soziale Funktion ist heute weniger bekannt, obwohl sie lange Zeit das Leben auf dem Gelände prägte.
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