Stiftskirche Maria in der Not, Romanische Kirche in Stoppenberg, Essen, Deutschland.
Die Stiftskirche Stoppenberg ist eine dreischiffige, zweijochige Pfeilerbasilika aus Ruhrbruchsandstein, vollendet um die Mitte des 12. Jahrhunderts, mit quadratischem Chor und Halbkreisapsis. Sie zählt zu den frühesten Gewölbebasiliken des Rheinlandes, doch die Gewölbe wurden nach Kriegszerstörung 1945 nicht wieder aufgebaut. Vom westlichen Turmpaar ist nur der Südturm in voller Höhe erhalten; die Westempore wurde mit dem Wachsen des Konvents erweitert.
Äbtissin Swanhild gründete die Kirche, die Erzbischof Anno II. 1074 als Nikolauskapelle weihte. Im 12. Jahrhundert diente sie einem Prämonstratenser-Doppelkloster; im 13. Jahrhundert bestand nur noch das Nonnenkloster, aus dem im 15. Jahrhundert ein freiweltliches Frauenstift mit zwanzig Stiftsdamen hervorging. 1803 wurde das Stift aufgehoben, die Kirche blieb bis 1907 Pfarrkirche. Seit 1965 leben unbeschuhte Karmelitinnen an der Stiftskirche.
Der Name Stoppenberg leitet sich von einem Heiligenheiligtum ab, das einst auf diesem Hügel stand. Heute nutzen Karmelitinnen das Gebäude für ihre tägliche Gebetsgemeinschaft und prägen so das geistige Leben dieses Ortes.
Der Boden des Kirchengeländes senkte sich zwischen 1900 und 1985 um etwa 12 Meter aufgrund von Bergbauaktivitäten in der umgebenden Industrieregion. Besucher sollten sich dieser geologischen Geschichte bewusst sein, wenn sie das Gelände erkunden und die Fundamente betrachten.
Die Stiftskirche ist die Grabstätte von Franz Ferdinand Freiherr von der Wenge, Domherr in Münster und Gründer der 1758 entstandenen St.-Antony-Hütte bei Oberhausen-Osterfeld, mit der die Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet begann. Das Grab befindet sich in der Kirche selbst, nicht in einer Krypta.
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