Heidengraben, Archäologische Stätte in Baden-Württemberg, Deutschland
Der Heidengraben ist ein großflächiges archäologisches Gelände auf der Schwäbischen Alb mit beeindruckenden Befestigungsanlagen aus vorgeschichtlicher Zeit. Die Anlage besteht aus erhaltenen Wällen, Gräben und mehreren Eingangstoren, die sich über weite Teile des Plateaus verteilen.
Die Anlage entstand in der Eisenzeit und war von der Mitte des 2. Jahrhunderts v.Chr. bis etwa 100 v.Chr. als keltische Befestigung aktiv. Sie wurde später aufgegeben und war danach nur noch sporadisch besiedelt.
Der Ort zeigt heute noch die Spuren verschiedener Bewohner, die hier über Jahrtausende lebten und ihre Marks hinterließen. Man kann beim Wandern die unterschiedlichen Schichten der Vergangenheit ablesen und verstehen, wie Menschen hier nacheinander siedelten.
Besucher können das Gelände auf ausgeschilderten Wanderwegen erkunden, insbesondere auf dem Achsnagelweg, der über verschiedene Teile der Befestigungsanlage führt. Ein kleines Museum in Grabenstetten zeigt Funde und hilft, das Gesehene besser zu verstehen.
Das Gelände ist eine der größten keltischen Befestigungen Europas und nutzt die natürliche Steilwand der Alb als natürliche Verteidigungsmauer. Diese Kombination aus menschlichen Befestigungswerken und Naturgegebenheiten macht den Ort besonders eindrucksvoll.
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