Heidenlöcher, Burgruine am Kirchberg, Deidesheim, Deutschland.
Heidenlöcher ist eine Burgruine auf dem Kirchberg bei Deidesheim, die sich über ein großes Gelände erstreckt und zahlreiche Überreste von Steinmauern und Fundamenten aus längst vergangenen Zeiten enthält. Das Areal wird von einer erhaltenen Ringmauer umgeben, unter der sich die Spuren von Dutzenden kleiner Wohngebäude und eines größeren zentralen Bauwerks erkennen lassen.
Archäologische Ausgrabungen im Jahr 1907 zeigten, dass die Anlage aus der späten karolingischen Zeit stammt, nicht wie ursprünglich angenommen aus keltischer Zeit. Diese Entdeckung veränderte das Verständnis davon, wie alt die Siedlung wirklich ist und welche historische Periode sie repräsentiert.
Der Name Heidenlöcher bezieht sich auf die Mulden im Waldboden, die durch eingefallene Gebäude entstanden sind und heute noch deutlich sichtbar sind. Besucher können diese natürlichen Vertiefungen beim Spaziergang durch das Gelände erkennen und verstehen, wie die Anlage über Jahrhunderte in die Landschaft eingesunken ist.
Das Gelände verbindet sich mit mehreren Wanderwegen durch den Pfälzerwald und bietet verschiedene Wandermöglichkeiten innerhalb des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vogesen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben ist und viele Wurzeln und Steine das Gelände durchziehen.
Unter den zahlreichen kleinen Wohngebäuden auf dem Gelände befindet sich ein ungewöhnlich großes Bauwerk mit etwa 80 Quadratmetern, das sich deutlich von den übrigen Strukturen unterscheidet. Experten vermuten, dass dieses Gebäude als gemeinsamer Versammlungsort für die gesamte Siedlung gedient haben könnte.
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