Heiligen-Geist-Kirche, Neugotische Kirche in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Rostock, Deutschland
Die Heiligen-Geist-Kirche ist ein neogotischer Kirchenbau, der 1905–1908 nach einem Entwurf von Johannes Vollmer errichtet wurde. Die Backsteinmauern stehen auf Fundamenten aus schwedischem Granit, glasierte Steine dienen als Zierelemente. Der kreuzförmige Grundriss bietet 1000 Sitzplätze, der Turm ist 70 Meter hoch und wird von einer grünen Kupferspitze mit vier kleinen Fialen flankiert.
Der von Johannes Vollmer entworfene Bau entstand 1905–1908 und war der erste seit dem Mittelalter auf Kosten der Stadt errichtete Kirchenneubau. Lange Verhandlungen über die Gemeindegrenzen, 1905 abgeschlossen, ermöglichten die Gründung der neuen Gemeinde, die ihre Gottesdienste bis zur Weihe am 26. April 1908 in der Jakobikirche feierte. Der Name stammt vom Heiligengeistfeld, das früher dem Heiligengeisthospital gehörte.
Der Name stammt vom Heiligengeistfeld, das früher dem Heiligengeisthospital gehörte. Die 1905 gegründete Gemeinde zählt über 2.250 Mitglieder, darunter viele Jugendliche und Studenten, und die Kirche wird auch für Konzerte verschiedener Musikrichtungen genutzt. Am 28. November 2021 wurde von hier ein Radio-Gottesdienst übertragen.
Die Kirche steht an der Ecke Margaretenstraße/Borwinstraße in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, westlich der Altstadt. Der Haupteingang liegt im Spitzbogenportal unter dem Turm; links davon sitzt ein kleiner Rundturm mit Kegeldach. Gottesdienste und Konzerte teilen sich den Raum, daher lohnt vor dem Besuch ein Blick auf das Gemeindebrett.
Die Orgel wurde 1908 von E. F. Walcker & Cie. in Ludwigsburg gebaut und ist mit 41 Registern auf drei Manualen und Pedal die größte Walcker-Orgel Mecklenburgs; sie hat pneumatische Trakturen und wurde 1999–2001 von Christian Scheffler restauriert. Im Turm hängen Stahlglocken des Bochumer Vereins.
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