St. Martin, Kulturdenkmal Kirche in Idstein, Deutschland.
St. Martin ist eine katholische Pfarrkirche in Idstein, erbaut 1963 bis 1965 nach einem Entwurf von Johannes Krahn. Ein einziges langes Schiff endet in einem halbrunden Chor, rechts öffnet sich eine Seitenkapelle. Die Wände sind innen und außen aus Sandstein, der Boden aus Jura-Marmor, und ein freistehender Betonglockenturm von 42 m Höhe trägt vier ältere Glocken.
1330 ersetzte eine gotische Martinskirche einen romanischen Vorgängerbau; nach der Reformation wurde sie zur protestantischen Unionskirche. 1806 erhielten die Katholiken das Recht auf Gottesdienste zurück und bauten 1888 die neugotische Magdalenenkirche. Diese wurde 1963 gesprengt; die heutige, von Johannes Krahn entworfene St. Martin wurde am 5. Juni 1965 geweiht.
Die Pfarrei pflegt eine langjährige ökumenische Verbindung zur evangelischen Hauptkirche Idsteins, der Unionskirche, mit zwei regelmäßigen gemeinsamen Gottesdiensten und Konzerten gemeinsamer Chöre und Ensembles. Die Kirchenmusik, darunter ein Kinderchor und Ensembles mit historischen Instrumenten, hat in der Rhein-Main-Region Beachtung gefunden.
Die Kirche befindet sich zentral in der Altstadt von Idstein und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass der Innenraum nur während bestimmter Zeiten oder bei speziellen Anlässen zugänglich sein kann.
Der freistehende 42 Meter hohe Glockenturm aus Sichtbeton birgt in seinem Inneren eine Gedenkstätte. Er trägt vier ältere Glocken. Die Kreuzigungsgruppe aus der abgebrochenen Magdalenenkirche von 1888 schmückt heute die Sakramentskapelle.
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