Hesperidengärten, Barockgarten in Nürnberg, Deutschland
Die Hesperidengärten sind eine Gartenanlage in Nürnberg mit mehreren Gartenabschnitten, die Springbrunnen aus Stein, Skulpturen und traditionelle Pflanzenanordnungen entlang der ehemaligen Stadtmauern zeigen. Die Anlage erstreckt sich mit verschiedenen Höhenlagen und Wegen, die zwischen den einzelnen Gartenbereichen führen.
Im Mittelalter errichteten wohlhabende Kaufleute und Patrizierfamilien diese Gärten außerhalb der Stadtmauern, als die innerstädtische Entwicklung die grünen Flächen aufzehrte. Aus dieser Zeit stammt auch die besondere Tradition der Zitrusanbau, die diese Gärten über Jahrhunderte prägte.
Die Gärten tragen ihren Namen nach der griechischen Mythologie, wo Nymphen goldene Früchte bewachten, was die Zitrusanbau-Tradition Nürnbergs widerspiegelt. Diese Verbindung zur antiken Geschichte prägt bis heute das Verständnis dieser Grünanlagen.
Der Zugang erfolgt von der Johannisstraße zwischen den Hausnummern 43 und 47 und ist je nach Jahreszeit unterschiedlich geöffnet. Besucher sollten sich vorher über aktuelle Öffnungszeiten informieren und festes Schuhwerk für die verschiedenen Wege und Höhenunterschiede tragen.
Johann Christoph Volkamer dokumentierte die Gärten in seinem zweibändigen botanischen Werk 'Nürnbergische Hesperides' und hielt damit die Zitrusarten fest, die im 18. Jahrhundert angebaut wurden. Diese historische Aufzeichnung macht die Gärten zu einem wichtigen Beleg für die hortikulturelle Vergangenheit der Region.
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