Hochablass, Wassermanagementbauwerk in Augsburg, Deutschland.
Hochablass ist eine Wehranlage in Augsburg, die Wasser aus der Lech in mehrere Kanäle verteilt und das Zentrum des Wassermanagementsystems der Stadt bildet. Die Struktur besteht aus mehreren Komponenten, die zusammen den Wasserfluss kontrollieren und den verschiedenen Stadtteilen Wasser zuführen.
1346 ist an dieser Stelle ein Wehr urkundlich belegt; eine Tafel nennt das Jahr 1000 für eine erste Ableitung, ohne Beleg. Die Streitigkeiten um das Wasserrecht mit den bayerischen Herzögen gipfelten 1596 im „Wasserkrieg“, als 250 Arbeiter und 160 Schützen die bayerischen Uferbauten schleiften. 1634 brannten die Gebäude nieder, 1703 wurden sie zerstört; das heutige Wehr aus Stahlbeton, 145 m lang, wurde 1911/12 von Stadtbaurat Otto Holzer wieder errichtet.
Der Name Hochablass bezeichnet den „hohen Ablass“, der den Hauptstadtbach speist; dieser leitet Lechwasser in die Augsburger Altstadt und durchfließt dort mit dem Lochbach das Lechviertel. Das Wehr gehört zum Augsburger Wassermanagement-System, das am 6. Juli 2019 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Am westlichen Brückenkopf steht der plastische Schmuck von Josef Köpf: ein Flößer und eine Spinnerin mit Spindel, Füllhorn und Turbinenrad.
Die Anlage liegt an der Oberländer Straße und ist von Wegen entlang der Lech erreichbar, die zum Spazieren und Radfahren offen sind. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine aktive Betriebsanlage handelt und die beste Sicht auf den Wasserfluss von verschiedenen Seiten aus möglich ist.
Der Eiskanal neben dem Wehr wurde für die Olympischen Spiele 1972 in München gebaut, bei denen die Kanuslalom-Wettbewerbe dort ausgetragen wurden. Das Wasser wird vom Lech durch die Strecke geleitet; ihre Betonufer und Hindernisse dienen bis heute Training und Wettkämpfen.
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