Heiliger Hain, Naturschutzgebiet in Wahrenholz, Deutschland.
Der Heiliger Hain ist ein geschütztes Naturschutzgebiet mit Heideflächen, Moorbereichen und Wacholdervorkommen in Niedersachsen. Das Gelände wird von sandigen Wegen durchzogen und erstreckt sich über mehrere einzelne Abschnitte mit unterschiedlicher Vegetation.
Das Gelände wurde 1913 unter Schutz gestellt, um traditionelle Schafhaltung zu bewahren und landwirtschaftliche Veränderungen zu verhindern. Die frühen Schutzbemühungen legten den Grundstein für die heutige Form dieses Naturschutzgebiets.
Der Name Heiliger Hain wurde von einem Hamburger Maler in Anlehnung an ein Landschaftsgemälde des Schweizers Arnold Böcklin vorgeschlagen und setzte sich gegen den traditionellen Flurnamen Garskrempel durch. Der Schriftsteller Hermann Löns, den die Heide zu seiner Erzählung „Der Quellbrink“ inspirierte, kämpfte vergeblich für den historischen Flurnamen. Ein 1984 im Norden des Gebiets aufgestellter Gedenkstein erinnert an Löns, der 1912 zwei Monate in Wahrenholz wohnte.
Mehrere Wanderwege ermöglichen die Erkundung des Gebiets, wobei die beste Zeit zum Besuchen die Blütezeit der Heide ist. Die Orientierung auf den gut markierten Pfaden fällt leicht, und geführte Touren können auf Anfrage arrangiert werden.
Das einzige Gebäude im Naturschutzgebiet ist ein bis in die 1950er Jahre genutzter Schafstall aus dem 17. Jahrhundert, der heute als Baudenkmal ausgewiesen ist. Ein 1984 im Norden aufgestellter Gedenkstein erinnert an den Heidedichter Hermann Löns, der 1912 zwei Monate in Wahrenholz wohnte.
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