Hexenturm Jülich, Mittelalterlicher Torturm in Jülich, Deutschland
Der Hexenturm ist ein mittelalterliches Torgebäude in Jülich mit zwei Steintürmen, die mit Schießscharten für Bogenschützen versehen sind. Die Struktur erreicht eine Höhe von etwa 12,75 Metern und besitzt Mauern mit einer Dicke von rund 2,30 Metern.
Das Torgebäude entstand im frühen 14. Jahrhundert als Teil der Befestigungsanlage von Jülich. Später wurde es zum Gefängnis des Herzogtums Jülich umfunktioniert und spielte lange Zeit eine wichtige Rolle bei der Rechtsdurchsetzung.
Der Name 'Hexenturm' entstand im 18. Jahrhundert, als das Gebäude als Hauptgefängnis von Jülich diente und Verdächtigte hier eingesperrt wurden. Dieses Schicksal prägte die Wahrnehmung des Ortes in der Bevölkerung nachhaltig.
Der Turm steht an der östlichen Seite des Walramplatzes und ist vom Stadtzentrum aus leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein Außenbauwerk handelt, daher ist ein Besuch zu jeder Tageszeit möglich.
Nach einer Restaurierung 1964 erhielten die Türme ihre charakteristischen Zwiebeldächer zurück, nachdem diese lange Zeit durch mittelalterliche Zinnenkronen ersetzt worden waren. Diese Dachform gibt dem Bauwerk heute sein wiedererkanntes Aussehen und verbindet Geschichte mit lokaler Architektur-Tradition.
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