Herkulesberg, Trümmerberg in Neustadt-Nord, Deutschland
Der Herkulesberg ist ein künstlicher Hügel in Neustadt-Nord und ragt etwa 25 Meter über die umliegende Nachbarschaft auf. Mehrere Wanderwege führen rund um den Berg und verbinden ihn mit dem Inneren Kanalring und dem Mediapark.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand dieser Hügel aus den Trümmern zerstörter Gebäude und ist der größte von elf Schutthügeln in Köln. Der Wiederaufbau zeigt, wie systematisch die Stadt ihre Ruinen beseitigt und neu organisiert hat.
Anwohner nennen den Berg Mont Klamott, und er wird im Lied Mer losse d'r Dom en Kölle erwähnt, einem bekannten Kölner Lied. Der Hügel ist Teil der lokalen Erinnerungslandschaft und zeigt, wie Kölner mit ihrer Geschichte umgegangen sind.
Der Hügel lässt sich das ganze Jahr über auf seinen Wegen besteigen und bietet von oben einen Blick über die Umgebung. Der Weg ist einfach zu gehen und die Wege sind von außerhalb deutlich sichtbar.
Der Berg war ursprünglich nicht für den öffentlichen Zugang vorgesehen, sondern wurde später von Kölnern als Ort der Erholung und des Spaziergangs angeeignet. Diese unerwartete Umwandlung von Müllhalde zu beliebtem Treffpunkt zeigt, wie Bürger ihre Stadt selbst umgestalten.
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