Herlingsburg, Archäologische Stätte in Schieder-Schwalenberg und Lügde, Deutschland
Die Herlingsburg ist eine archäologische Stätte auf einem Bergrücken, die sich über ein großes Gelände erstreckt und von mehrere Meter hohen Verteidigungswällen umgeben ist. Ein Tor im Norden bot den Hauptzugang zu dieser befestigten Anlage.
Die Stätte wurde bereits in der späten Latenezeit besiedelt und erlebte eine erste Blütezeit bis zur römischen Kaiserzeit. Später wurde sie in der frühen Mittelalterzeit wieder besiedelt, bevor die Nutzung im 10. Jahrhundert endete.
Der Namensanfang Herling- könnte auf den hier um Christi Geburt ansässigen germanischen Stamm der Cherusker hindeuten, was jedoch spekulativ ist. Ab 1713 trennte die jahrhundertelang ungenutzte Wallanlage die beiden Fürstentümer Waldeck-Pyrmont und Lippe.
Der Wallring ist zu Fuß erreichbar; das einzige Tor liegt nach Norden und wird durch hangabwärts liegende Vorwälle und Terrassen geschützt. Der mehrfach terrassierte Südhang mit schwachem Vorwall diente als Viehweide und enthält mehrere Quellmulden. Die Anlage liegt auf dem 345 Meter hohen Plateau des Keuperbergs über Eschenbruch und Glashütte; Eigentümer ist der Landesverband Lippe, verwaltet vom Forstamt Schieder.
Der Namensanfang „Herling-“ wird spekulativ mit den Cheruskern in Verbindung gebracht, einem hier um Christi Geburt ansässigen germanischen Stamm. Ab 1713 trennte die jahrhundertelang ungenutzte Wallanlage die Fürstentümer Waldeck-Pyrmont und Lippe.
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