Scheelehaus, Kulturdenkmal in der mittelalterlichen Stralsund, Deutschland.
Das Scheelehaus ist ein vierstöckiger Backsteinbau in der mittelalterlichen Altstadt von Stralsund, der baltische Gotik prägt sein Aussehen. Das Gebäude zeigt ein zentrales Bogenfenster, regelmäßig angeordnete Fenster und ein charakteristisches Stufengiebeldach, das die Silhouette der Stadt mitgestaltet.
Das Haus entstand im 14. Jahrhundert während der Zeit der Hanse, als Stralsund ein wichtiger Handelsplatz war. Im 17. Jahrhundert wurde es umfassend verändert und erhielt seine heutige Form, die bis heute erhalten geblieben ist.
Das Haus ist mit dem Chemiker Carl Wilhelm Scheele verbunden, dessen Leben durch eine Gedenktafel im Eingangsbereich dokumentiert wird. Diese Verbindung macht den Ort zu einem Anziehungspunkt für alle, die sich für die Geschichte der Naturwissenschaften interessieren.
Das Gebäude wurde 2010 nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet und beherbergt heute Restaurants und das Scheelehof Hotel. Besucher können das Innere während der Öffnungszeiten dieser Einrichtungen erkunden und die Gedenktafel sehen.
Die kreisförmigen Bogenfenster auf der zweiten und dritten Etage sind seltene Beispiele aus der Handelszeit des Mittelalters. Diese Details zeigen, wie Kaufleute damals ihre Häuser mit besonderen architektonischen Merkmalen auszeichneten.
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