Kloster Göllingen, Benediktinerkloster in Kyffhäuserland, Deutschland.
Kloster Göllingen ist eine Ruine des Benediktinerklosters in Göllingen im Kyffhäuserland. Von der einst weitläufigen Anlage sind nur der Glockenturm über dem Westchor, die darunterliegende Krypta, Teile der Apsis im Osten und Teile der Südwand erhalten. Der Turm besteht aus hellbeigen und grauen Werksteinquadern mit einzelnen rötlichen Steinen; sein Obergeschoss hat zwei hohe Rundbogenöffnungen mit Mittelstütze und wird von einer Reihe kleiner Blendbögen und einem ziegelgedeckten Walmdach abgeschlossen. Der Grundriss der Klosterkirche ist durch Gabionenmauern gekennzeichnet.
Die Anlage entstand um 1005 als Tochterkloster der Abtei Hersfeld und prägte die religiöse Landschaft der Region für Jahrhunderte. Nach der Reformation und der Säkularisierung im frühen 17. Jahrhundert wurde das Kloster weltlichen Zwecken zugeführt.
Das Kloster ist dem heiligen Wigbert geweiht, ebenso wie sein Mutterkloster Hersfeld. Seit 1995 gehören der Turm und ein Großteil des einstigen Areals der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die die Ruine museal nutzt; auf dem Gelände finden weiterhin Veranstaltungen statt. Die Klosterkirche diente von 1946 bis 1995 als Konservenfabrik.
Die Anlage liegt in ländlicher Umgebung und ist am besten mit dem Auto oder Bus vom Bahnhof Sondershausen aus zu erreichen. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, da die Wege über das Gelände teils uneben sind und unterirdische Bereiche feucht sein können.
Die Kleine Wipper, ein an der „Wipperschere“ von der Wipper abzweigender Kanal, führt auf etwa 530 m durch den Mönchstunnel bis nach Bad Frankenhausen, wo ihr Wasser die Schöpfwerke zur Soleförderung antrieb. Der Tunnel liegt an diesem Wasserlauf, nicht unter dem Kloster; eine Ingenieurleistung der Mönche ist in den Quellen nicht belegt.
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