Horst-Wessel-Denkmal, Gedenkmonument in Süntel, Deutschland
Das Horst-Wessel-Denkmal ist eine Ruine im Süntel, etwa 700 Meter nördlich von Welliehausen auf rund 370 m ü. NHN. Erhalten sind Fundament- und Podestteile sowie zwei sechs Meter lange Stücke einer Steinsäule, die 1,60 × 1,60 × 12 Meter maß und aus Natursteinen mit Beton und innerer Stahlarmierung errichtet wurde. Die Säule stand auf einem angelegten Platz für über tausend Menschen, der heute von Vegetation überwuchert ist.
Ab 1933 auf Initiative des SA-Stabschefs Viktor Lutze, des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Stadt Hameln geplant, wurde das Denkmal bis 1938 über ehemaligen Steinbrüchen auf etwa 370 m Höhe errichtet. Die Einweihung fand am 26. Februar 1939 statt. US-Einheiten sprengten es am 20. April 1945, Hitlers Geburtstag; erhalten blieben nur Fundament- und Säulenreste.
Die Stelle ist der einzige erhaltene Rest eines Horst-Wessel-Denkmals; die Denkmäler in Bielefeld und Mainz sind verschwunden. Der Name erinnert an den 1930 in Berlin getöteten SA-Sturmführer, den das NS-Regime ab 1933 als Märtyrer stilisierte. Am 23. Februar 2010 zogen etwa 20 Neonazis mit Fackeln und Fahnen von Welliehausen hierher; zwei junge Erwachsene, die den Marsch aus einem Auto filmten, wurden angegriffen.
Die Reste liegen im Süntel, etwa 700 Meter nördlich von Welliehausen, einem Ortsteil von Hameln, auf rund 370 Metern Höhe. Ein Wanderweg führt am überwucherten früheren Platz vorbei, vor Ort gibt es jedoch keine Information zu den Steinresten. Eine Infotafel zur Geschichte steht an einem früheren Steinbruch in der Nähe.
Das Monument stellte eine direkte Sichtverbindung zum Ort des Reichserntedankfestes zwischen 1933 und 1937 her.
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