Hameln, Hansestadt in Niedersachsen, Deutschland
Hameln ist eine Gemeinde an der Weser in Niedersachsen, die für ihre Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert und reich verzierte Sandsteinfassaden im Stil der Weserrenaissance bekannt ist. Die Altstadt erstreckt sich über mehrere Straßenzüge mit kopfsteingepflasterten Gassen, kleinen Plätzen und Bürgerhäusern, deren geschnitzte Holzbalken und steinerne Verzierungen die Baukunst vergangener Jahrhunderte zeigen.
Ein Benediktinerkloster entstand hier im Jahr 851 und lockte Händler an, die sich entlang des Flusses niederließen und im Mittelalter Stadtrechte erhielten. Während des Dreißigjährigen Krieges bauten schwedische und kaiserliche Truppen aufeinanderfolgende Befestigungen, was der Ortschaft später den Beinamen Gibraltar des Nordens einbrachte.
Die Rattenfänger-Sage prägt noch immer das Stadtbild mit bunten Rattensymbolen auf dem Pflaster und Märchenfiguren an vielen Hausfassaden. An Sonntagen zwischen Mai und September führen Schauspieler die Geschichte nach, während Besucher durch die Gassen folgen und zusehen können.
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander im Zentrum, sodass man sie bequem zu Fuß erkunden kann. Kleine Gassen können bei Regen glatt werden, daher ist festes Schuhwerk hilfreich, wenn man über das Kopfsteinpflaster läuft.
Ein mechanisches Glockenspiel am Hochzeitshaus spielt dreimal täglich die Rattenfänger-Melodie, während sich bewegliche Figuren zur Musik drehen und die Szenen des Märchens nachstellen. Die Aufführung dauert etwa fünf Minuten und lockt täglich Zuschauer an, die auf dem Platz vor dem Gebäude warten.
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