Burg Ohsen, Wasserburg in Emmerthal, Deutschland
Burg Ohsen ist eine mittelalterliche Wehrburg auf einer rechteckigen Insel in Emmerthal, umgeben von Wassergräben. Die Anlage zeigt dicke Steinmauern und Türme an den Ecken, die das Wasser vom Land trennen.
Die Burg Ohsen wurde vermutlich um 1200 von den Grafen von Everstein zum Schutz des Übergangs des südlichen Hellwegs über die Weser errichtet; die älteste dort gefundene Keramik stammt aus dieser Zeit. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1259, als der Graf angab, sie bereits vom Erzbistum Köln zu Lehen gehabt zu haben, und sie dem Erzbischof übertrug, wobei er die Hälfte als Lehen zurücknahm. Nach 1351 erwarben die Welfen die Hälfte, und seit 1557 war die Burg endgültig in ihrem Besitz; heute befindet sie sich in Privatbesitz.
Der Name der Burg erinnert an die alte Siedlung Ohsen, und ihre beiden Türme tragen eigene Geschichten: Der kleinere trägt eine Inschrift, die an zwei 1583 als Hexen verbrannte Frauen aus Tündern erinnert, und der weserseitige Turm zeigt das Wappen der Grafen von Spiegelberg aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Die Burg Ohsen ist in Privatbesitz und nicht für Besucher geöffnet; Führungen durch die Innenräume gibt es nicht. Die Anlage liegt in Hagenohsen, einem Ortsteil von Emmerthal bei Hameln in Niedersachsen. Der östliche Nebenarm der Weser wurde zugeschüttet, sodass die Burg heute keine Insellage mehr besitzt; die frühere Lage am Wasser ist am Grundriss noch ablesbar.
Die Burg ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. An der Weserseite des kleineren Turms befindet sich das Wappen der Grafen von Spiegelberg aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Eine Inschrift erinnert dort zudem an zwei Frauen aus Tündern, die wegen Zauberei in der Burg inhaftiert und 1583 verbrannt wurden.
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