Gefängnis Hameln, Historischer Gefängniskomplex in Hamelin, Deutschland
Das Gefängnis Hameln ist ein historisches Ensemble aus roten Ziegelbauten zwischen der Altstadt und dem Weserbogen, das heute als Übernachtungsstätte dient. Mehrere Gebäudeflügel umschließen Innenhöfe mit altem Kopfsteinpflaster, und die Fassaden zeigen Rundbogenfenster und gegliederte Backsteinmauern.
Im Jahr 1698 entstand hier ein Stockhaus für Häftlinge, die nachts an Pfähle gekettet wurden und tagsüber beim Festungsbau arbeiteten. Die britische Militärregierung nutzte die Anlage zwischen 1945 und 1949 als Hinrichtungsstätte für 156 verurteilte Kriegsverbrecher.
Die Übernachtungsgäste bewohnen heute Zellen mit erhaltenen Originaltüren und dicken Mauern, die an die frühere Funktion des Bauwerks erinnern. In den gemeinschaftlich genutzten Bereichen des Gebäudes zeigen sich noch Elemente der Gefängnisarchitektur wie Gitter und schmale Fenster.
Das Gebäude liegt nahe der Fußgängerzone und wenige Minuten vom Weserufer entfernt, sodass man die Altstadt und das Rattenfängerhaus zu Fuß erreichen kann. Wer durch die schweren Türen und über das alte Pflaster geht, sollte auf unebene Oberflächen und teils niedrige Durchgänge achten.
In einer Ecke des Hofes steht ein alter Pfahl, an dem früher Zwangsarbeiter über Nacht gefesselt wurden, damit sie nicht fliehen konnten. Einige der Übernachtungsräume bewahren noch die ursprünglichen Schlösser und Schließmechanismen aus der Gefängniszeit auf.
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